Stahl-Hallenbau-Lexikon

 

Achse

Bei der Stahlkonstruktion einer Halle wird in bestimmten Achsabständen (in der Regel 5,00,  6,00 m oder 7,50m) ein freitragender Rahmenbinder konstruiert. Die Achsmaße beziehen sich auf die Mitte (Achse) der Stahlträger. 

 

Anbau/Anchleppe

Nebengebäude der Stahlhalle mit eigener Stütze, welches an die Haupthalle angelehnt wird.

 

AK Stahl

Abkürzung für Außenkante Stahlkonstruktion – jeweils noch ohne Berücksichtigung der Breite der Wandriegel. Die Bezeichnung AK Stahl wird sowohl für die Breite als auch die Länge der Stahlkonstruktion verwendet.

 

Außenkannte Rahmenbinder

Die Breite der Stahlhalle bezogen auf die Außenkante der Stahlkonstruktion wird Spannweite genannt. Sie ist nicht zu Verwechseln mit der Außenkannte des Gebäudes, da hierfür noch zusätzlich der Wandaufbau (Wandriegel +Thermoelemente oder Tr. Blech) hinzugerechnet werden muss.

 

Architektenvertrag/Bauleitervertrag

Im Architektenvertrag vereinbaren Bauherr und Architekt den Umfang und die Vergütung der Architektenleistung. Der Vertrag kann im Prinzip sowohl mündlich als auch schriftlich abgeschlossen werden. Empfehlenswert ist jedoch in jedem Fall die schriftliche Form. Grundlage des Architektenvertrags ist die sogenannte Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI), die je nach Gebäudeart und Schwierigkeit des Objekts die Höhe des Architektenhonorars festlegt. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über den genauen Leistungsumfang. Fertige Vertragsformulare erleichtern die inhaltliche Ausgestaltung.

 

Bauvertrag/Auftragsbestätigung

Dem Abschluß eines Bauvertrags gehen Verhandlungen der Vertragsbedingungen und die Abgabe eines Angebots voraus.  Da die VOB zwar eine anerkannte Arbeitsgrundlage, aber kein Gesetz ist, können ihre Bestimmungen nur zum Vertragsinhalt werden, wenn deren Anwendung von beiden Vertragspartnern vereinbart wird, andernfalls gelten die Bestimmungen nach BGB und der Auftragsbestätigung.

 

Baugrund-Gutachten

Erdreich, auf / in dem die Gründung des Objektes erfolgt. In der Regel sind die mechanischen Eigenschaften (Modul, zulässige Pressung, Grundwasser) und die chemischen Werte von Bedeutung. Es wird im Rahmen eines Baugrund-Gutachtens ermittelt. Ferner ist die Munitionsfreiheit oder sonstigen Sonderanforderungen zu beachten.

 

Dachpfetten

Im Hallenbau wird die Dacheindeckung zumeist direkt auf die Pfetten aufgebracht - Sparren und Dachlatten entfallen.

Tragende Profile (sekundäre Tragkonstruktion), die in der Längsrichtung der Halle über den Bindern/Riegeln spannen und zur Aufnahme der äußeren Dachebene (Sandwich, Trapez,...) dienen. Meistens als leichte gerollte Z-Profile

 

Dämmstoffe

Im Hallenbau meistens die Wärmedämmstoffe im Dach- und Fassadenbereich. Polystyrol, Mineralfaser, Schaumglas, ferner Kork, mineralische Blähstoffe u. Ä. Da alle einige Pro und Kontra haben, ist die Wahl sehr sorgfältig unter Berücksichtigung "des Gesamten" zu entscheiden.

 

First

Als Dachfirst, kurz First, bezeichnet man die höchste Kante an einem geneigten Dach. Dort treffen beim Satteldach zwei Dachflächen aufeinander.

 

Freitragende Stahlhalle

Freitragend nennt man die Ausführung eines zentralen Konstruktionselementes, wenn dieses zur Erfüllung seiner Funktion ohne weitere äußere Lastaufnahmeelemente (z.B. Zwischenstützen) auskommen soll. Dazu ist es so auszuführen, dass sämtliche aufkommenden Belastungen zentral aufgenommen werden müssen. Bei einer freitragenden Stahlhalle ist also der Innenraum frei nutzbar.

 

Fundament

Die Gründung oder das Fundament ist die konstruktive und statische Ausbildung des Übergangs vom Bauwerk zum Boden. Das Fundament ist die Basis einer Baukonstruktion. Es besteht aus Stahlbeton.

Es hat die Aufgabe, alle Lasten eines Bauwerks in den Baugrund zu übertragen, ohne das es zu ungleichmäßigen Setzungen kommt. Damit werden Risse vor allem an den tragenden Gebäudeteilen vermieden. Bei kleineren Bauten mit einem geschlossenen Grundris, zu denen auch Einfamilienhäuser zählen, werden die Fundamente so bemessen, dass unter allen tragenden Wänden etwa die gleiche Bodenpressung auftritt. Ein Fundament muss so tief im Erdreich liegen, dass es durch Gefrieren und Auftauen der darunterliegenden Bodenschicht nicht in Bewegung gerät. Das heißt das Gebäude muss frostfrei gegründet sein, was in unseren Breiten eine Gründungstiefe von mindestens 80 Zentimetern bedeutet. Maßgebend ist dabei die Geländeoberkante. Bevor das Fundament betoniert wird, müssen die Grundleitungen für die Entwässerung verlegt werden. In die Fundamentplatte wird der Fundamentanker eingelegt.

 

Geschlossene Bauweise

wenn das Gebäude rundum, komplett zugemacht wird.

 

Offene Bauweise (wird statisch stabiler berechnet)

wenn das Gebäude rundum - oder auch nur teilweise immer geöffnet bleiben soll.

 

Giebel 

heißt der Teil einer Fassade zwischen den beiden geneigten Dachflächen. Die Giebelfläche bildet ein Dreieck, bei dem der First und die beiden Traufen die Eckpunkte darstellen.

 

Giebelbinder

Als Giebelbinder bezeichnet man die Stahlbinder der Endfelder einer Stahlhalle. Sie sind dünner dimensioniert als die Rahmenbinder da sie nur ½ der Last des Binderfeldes aufnehmen. Die Giebelbinder sind meist mit Zwischenstützen konstruiert.

 

Giebelüberstand

Dachüberstand an der Giebelseite eines Gebäudes gemessen ab Achse Endbinder. Dieser ist nicht zu Verwechseln mit dem Dachüberstand gemessen von der Außenkante des Gebäudes und der Dachfläche. (sichtbarer Überstand)

 

Kragarm/Vordach

Der Kragarm, auch Vordach genannt, bezeichnet die Verlängerung des Dachbinders über die Wandkonstruktion hinaus (kein Dachüberstand). Er ist im Allgemeinen größer als 50 cm.

 

Kabelkanal

ist ein je nach den Erfordernissen dimensioniertes Leerrohr oder ein Schacht, durch den gleich zu Beginn der Elektroinstallation, aber auch zu einem beliebig späteren Zeitpunkt, elektrische Leitungen verlegt werden können.

 

Kältebrücke/Wärmebrücke

nennt man die Stelle im Bauwerk, an der die Wärme des Gebäudeinneren auf leichte Weise nach außen gelangen kann. Die Ursache dafür ist, dass an dieser Stelle konstruktiv ein Material verwendet werden musste die eine größere Wärmeleitfähigkeit besitzt als die angrenzenden Materialien. Oder aber dieser Punkt eine geringere Wärmedämmung als die umgebende Fläche aufweist.

 

Länge

Die Länge der Halle bezogen auf die Achsmaße der Stahlkonstruktion (Achse der Endbinder). Die Gesamtlänge des Gebäudes ist größer, da noch der Wandaufbau etc. hinzugerechnet werden muss.

 

Lichte Durchfahrtshöhe

Als lichte Durchfahrtshöhe bezeichnet man die Höhe zwischen der Oberkante Fertigfußboden und der Unterkante der Torkonstruktion. Sie ist keineswegs mit der Traufhöhe zu verwechseln, da die lichte Durchfahrtshöhe sehr viel niedriger liegt als die Traufhöhe eines Gebäudes.

 

Lichtkuppel

ist ein gewölbtes Oberlicht, das meistens aus durchsichtigem Kunststoff oder Acrylglas besteht.

 

Nullhöhe

Als Nullhöhe bezeichnet man die Oberkante des fertigen Fußbodens im Erdgeschoss (z.B. Pflaster, Fliesenbelag etc.) und ist der Bezugspunkt für alle Höhenangaben eines Gebäudes z.B. die Traufhöhe etc.

 

Nachbarrecht 

Gerade Hausbesitzer lernen ihre Nachbarn nicht nur von der guten Seite kennen. Interessengegensätze können manchmal einen Rechtsstreit auslösen. Die privaten Rechtsbeziehungen der Nachbarn regelt das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) in den Paragraphen 906 bis 924 sowie die entsprechenden Ländergesetze. Sie enthalten Forderungen zum Schutz vor störenden Geräuschen und Gerüchen, vor gefahrdrohenden Anlagen und Einrichtungen, zur Grenzgemarkung und dergleichen mehr. Wer baut, kann Probleme mit dem Nachbarn bekommen, die das öffentliche Baurecht berühren. Das Baurecht raumt dem Nachbarn spezielle Rechte gegenüber der Baubehörde ein. Während der letzten vier Jahrzehnte gab es dazu unzählige Entscheidungen. So bildete sich neben dem Nachbarrecht ein Baunachbarrecht heraus. Vorbeugend sollte der Bauherr die Nachbarn uber das Vorhaben informieren und deren Unterschriften im Baugenehmigungsverfahren einholen - das hat nicht nur formelle Bedeutung, denn eine Unterschrift gilt hier als Zustimmung. Unterschreibt der Nachbar nicht, wird die Baugenehmigung zwar erteilt, der Widerstand des Nachbarn kann allerdings zu Komplikationen bis hin zum Baustopp führen.

 

Oberkante Fertigfußboden

Die Oberkante des fertigen Fußbodens, kurz OK Fertigfußboden oder OK FFB, (z.B. Pflaster oder Fliesenbelag etc.) ist der Bezugspunkt für alle Höhenangaben bei einem Gebäude.

 

Oberkante Fundament

Mit Oberkante Fundament, kurz OK Fundament, wird die Höhe des Funda- mentes bezogen auf die Nullhöhe angegeben. Meist liegt die Oberkante Fundament unter der Nullhöhe z.B. -0,20 m (das heißt die Oberkante des Fundamentes liegt 20 cm unter dem fertigen Fußboden).

 

Ortgang

nennt sich der giebelseitige Abschluß eines Dachs. Diese sind zu einer Seite hin abgewinkelt, so dass ein sauberer Anschluß an die Giebelwand entsteht.

 

 Porenbeton/Ytong

ist ein Baustoff aus Quarzsand, Aluminiumpulver, Kalk oder Zement, vermischt mit Wasser. Bei der Verbindung von Aluminiumpulver und Kalk entsteht Wasserstoffgas, das feine Poren bildet. Bei einer Temperatur von 180 bis 200 Grad Celsius und unter Dampfdruck härtet die Masse aus. Die Luftporen bleiben beim Erhärten erhalten, die so entstandenen Großblöcke werden in die gewünschte Form gesägt. Eigenschaften wie gute Wärmedämmung, hohe Festigkeit sowie geringes Gewicht zeichnen den Porenbeton aus. Da der Stein sehr porös ist, benötigt er einen schützenden Anstrich oder Putz. Bausteine aus Porenbeton lassen sich sehr leicht bearbeiten. Einziger Wermutstropfen ist die energieaufwendige Herstellung des Aluminiums. Unter baubiologischen Gesichtspunkten ist Porenbeton völlig unbedenklich.

 

Rahmen

Als Rahmen bezeichnet man in der Statik eine idealisierte Konstruktion, deren Stäbe neben Zug und Druck auch Biegung übertragen können. Die senkrechten Rahmenstäbe heißen Stützen, die waagerechten Stäbe  Riegel. Die Rahmenecken werden mit Voute ausgeführt. Bei einer Satteldach-Stahlhalle besteht ein Rahmenbinder meist aus zwei Stützen und zwei Dachriegeln.

 

Rahmenbinder

Als Rahmenbinder bezeichnet man die Stahlbinder der Innenfelder einer Stahlhalle. Die Rahmenbinder sind - wenn nichts anderes vorgegeben wird - freitragend, das heißt ohne Zwischenstützen zur Unterstützung der Dachkonstruktion. Der Rahmenbinder nimmt die volle Feldlast auf.

 

Schneelast

Die Schneelast gehört zu den klimatisch bedingten veränderlichen Einwirkungen auf die Stahlhalle. Sie hängt von der geografischen Lage des Gebäudes ab.

 

Schallschutz

vermindert die Schallübertragung. Generell regelt die Deutsche Schallschutz-Norm DIN 4109 Lärmbelastungen im Wohnumfeld. Sie bestimmt Maßsnahmen zum Schutz gegen Außsenlärm und den Schallschutz zwischen verschiedenen Wohnungen. Das bei der Bewertung dieser Luftschalldämmeigenschaften von Bauteilen zugrundeliegende Maß (R'w) wird in Dezibel (dB(A)), einer logarithmischen Maßeinheit, angegeben. Ein Beispiel: ""Nicht ungewöhnlich"" im Sinne der DIN ist eine laute Unterhaltung mit 70 bis 75 dB(A). Um diese Geräusche auf der ""stillen Seite"" unhörbar zu machen, muss die Wohnungstrennwand ein Schalldämmaß von mindestens 53 dB(A) aufweisen. Der ""Restlärm"" darf noch 22 dB(A) betragen und entspricht damit der Forderung nach ausreichendem Lärmschutz für Trennwände zwischen Wohnungen. Für Trennwände zwischen Reihen- und Doppelhäusern wird ein höherer Schalldämmwert von 67 dB(A) empfohlen. Für den normalen Schallschutz innerhalb einer Wohnung, wie zum Beispiel zwischen Wohn- und Kinderschlafzimmer, wird ein Schalldämmas von 40 dB(A), besser noch 47 dB(A) nahe gelegt. Die in der Norm gestellten Anforderungen stellen im Neubau das Minimum dar, das in jedem Fall zu erfüllen ist. Oft scheint es sinnvoll, den Schall besser zu dämmen, als die Norm erfordert. Über die Notwendigkeit entscheidet jeder Bauherr selbst.

 

Dachlast

Die Dachlast beinhaltet alle festen Lasten, welche auf die Stahlrahmen

draufgepackt werden (Pfetten+Dach+ evtl. PV)

 

Spannweite

Als Spannweite einer Stahlhalle bezeichnet man die Breite der Halle bezogen auf die Außenkante der Stahlkonstruktion. Die Außenkante des Gebäudes ist größer, da noch zusätzlich der Wandaufbau hinzugerechnet werden muss.

 

Statiker

bestimmt die Belastung und Belastbarkeit der einzelnen Bauteile, setzt die planerischen Überlegungen des Architekten um und erstellt die Statik.

 

Traufe

Als Dachtraufe, kurz Traufe, bezeichnet man die Tropfkannte am Dach eines Gebäudes. Hier fließt während eines Regens das gesammelte Wasser der Dachfläche ab, an der Traufe befindet sich daher meist eine Regenrinne.

 

Traufhöhe

Die Höhe zwischen Traufpunkt und der Oberkante Fundament wird als Traufhöhe bezeichnet. Sie ist keinesfalls mit der Höhe der Dachrinne über dem Erdboden zu verwechseln.

 

Traufüberstand

Dachüberstand an der Traufseite eines Gebäudes gemessen ab Außenkannte Stahlkonstruktion  Dieser ist nicht zu Verwechseln mit dem Dachüberstand gemessen von der Außenkante des Gebäudes und der Dachrinne.

 

VOB

Verdingungsordnung für Bauleistungen. Die VOB unterteilt sich in: Teil A: Allgemeine Bestimmungen für die Vergabe von Bauleistungen Teil B: Allgemeine Vertragsbedingungen für die Ausführung von Bauleistungen Teil C: Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für die Ausführung von Bauleistungen

 

Voute

Eine Voute ist eine dreieckförmige Abschrägung eines Auflagers, die Verbreiterung eines sonst gleichmäßig breiten Dachriegels. Durch die Voute wird der Kraftfluss gleichmäßiger, was statisch und wirtschaftlich von Vorteil sein kann. Die Voute dient als Verstärkung des Dachriegels.

 

Wandriegel

die wirtschaftlichsten und besten Wandriegel sind die bandverzinkten C-Profile oder Sigma-Profile. Bei großen Hallen werden aber auch evtl. Z-Profile verwendet. Im landw. Bereich und bei Mehrzweckhallen evtl. auch Bauholzriegel. Zu beachten ist die statisch und praktisch erforderliche Dicke der Profile.

 

Windverband

Als Windverband bezeichnet man die diagonale Aussteifung eines Gebäudes (in der Regel ausgeführt als Windkreuze)

1 – 2 mal in den Längswänden und 1 x in den Gielwänden).

 

 

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